BayWaH
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Zur Durchführung des Wasserrettungskonzeptes ist eine spezielle, auf die Belange und Vorgaben der Luftrettung abgestimmte Ausrüstung notwendig. Sie besteht im Wesent-lichen aus folgenden Elementen:

  • Hubschrauber-Tauchretter (HTR)
  • Wasserrettungsplattform (TRIPEL)
  • Kommunikationseinrichtung
  • Tiefenmessboje
  • Elektronisches Notruf- und Ortungssystem (ENOS ®)
  • Nasstauchanzug "Luftrettung"


Der HTR entspricht der PSA-Richtlinie 89/686/EWG und wurde durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle geprüft, zugelassen und mit dem CE-Kennzeichen (CE 0299) versehen (s.a. Frage & Antwort); er besteht aus drei PSA-Einzelkomponenten:

  • Auffanggurt gem. DIN EN 361 mit vorderer und hinterer Fangöse
  • Druckgasbehälter mit Atemregler gem. DIN EN 250
  • Rettungsweste gem. DIN EN 399/A 1






Der TRIPEL dient als Schnittstelle zwischen den Einsatzkräften am Wasser und in der Luft. Ferner ist er als Arbeitsplatz auf dem Wasser im Sinne der GUV-R 2102 (Ziffer 6.10.1) zu verstehen. Für die Aufnahme von Notfallpatienten im Wasser ist das Gerät sehr gut geeignet, da über die bugseitige Öffnung ("Rettungspforte") auch Patienten mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung schonend "eingeschwommen" werden können.

Das Gerät kann mit einer Tragetasche, die alternativ als Rucksack zu verwenden ist, be- und entladen werden. Die Aktivierung über eine Druckluftflasche dauert ca. 8 Sekunden und bietet dann eine Tragfägigkeit für etwa 5 Personen.

Durch eine spezielle Vorrichtung kann der TRIPEL mittels Fixtau mit dem Hubschrauber vom Eis oder größeren Wasserflächen an Land gezogen werden.




Zur Kommunikation zwischen der Hubschraubercrew und den Wasserrettern sowie zwischen den bodengebundenen Kräften (Rettungsdienst, Polizei etc.) steht eine neu entwickelte Kommunikationseinrichtung zur Verfügung.

Basis ist ein handelsübliches Handsprechfunkgerät (2- oder 4-m-Band), welches in eine Tasche wasser- und druckdicht eingebaut wird. Ergänzt durch ein entsprechendes Headset ist die Verständigung auch nach Wasserkontakt problemlos möglich.




Die Tiefenmessboje dient zur Ermittlung der jeweiligen Wassertiefe an der direkten Absprungstelle aus dem Hubschrauber.




Es ist angedacht, das elektronische Notruf- und Ortungssystem [enos®] in das BayWaH zu involvieren. Lesen Sie hierzu den Erprobungsbericht.






Für das Konzept wurde ein spezieller Nasstauchanzug entwickelt. Maßgebend dafür war die Tatsache, dass aufgrund der kurzen Verweilzeiten im Wasser die Priorität nicht unbedingt im Kälteschutz liegt, sondern mehr im Handling. Durch Verwendung besonderer Materialien ist ein Overall entstanden, der sich auch unter Stress und Hektik schnell anziehen lässt, ohne Schaden zu nehmen.



 
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